German Airways stoppt Kooperation in Italien

Der Ausflug nach Italien dauerte nur kurz: Ein E-190 wurde von EGO Airways zurückgeholt. Auf ihn warten bereits andere Aufgaben.

Embraer 190 von German Airways im Look der EGO Airways (Foto: German Airways)

German Airways hat noch im alten Jahr die Zusammenarbeit mit der italienischen Neugründung EGO Airways beendet. Die Kölner Airline hatte der italienischen Fluggesellschaft seit Ende Oktober 2021 ein Flugzeug vom Typ Embraer E190 ohne Crews überlassen (Dry Lease). Damit hatte diese versucht, ein Streckennetz von ihrer Basis in Mailand aus aufbauen und kleinere italienische Airports wie Venedig, Verona, Pisa, Florenz oder Pescara anzufliegen.

Doch im Anschluss habe es über mehrere Monate unterschiedliche Auffassungen über die Auslegung des Vertrages gegeben, hieß es seitens German Airways. Am 31. Dezember wurde der Jet zurückgegeben. In italienischen medien heißt es, dass EGO Airways nun versucht, russische Sukhoi SuperJet zu nutzen. Der Flugzeugbauer unterhält in Venedig eine EU-Niederlassung. Erst im August 2021 war eine Zusammenarbeit mit Green Airlines gestrichen worden.

Neues Standbein Rostock

German Airways wird den Jet jetzt sicherlich zum Aufbau neuer Dienste ab Rostock-Laage nutzen. Das Mutterunternehmen Zeitfracht hatte kürzlich den defizitären Flughafen weit unter Wert übernommen und plant den Bau eines Logistikzentrums. Ausschlaggebend hierfür war auch die Nähe zum Überseehafen Rostock, denn zu Zeitfracht gehört seit einigen Monaten auch die Modekette Adler. So können Textilien bald in Eigenregie umgeschlagen und weiterbefördert werden.

European-Aviation.net

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