Endgültiges Aus für Germania

Bei Germania gehen die Lichter für immer aus – der letzte Interessent hat sich zurückgezogen.

Germania Boeing 737-700 (© Germania)
Germania Boeing 737-700 (© Germania)

Für Germania gibt es keine Rettung mehr. Der zuständige Insolvenzverwalter Rüdiger Wienberg teilte am 25. März 2019 mit, dass alle seriösen Bieter abgesprungen seien. Damit ist eine endgültige Stilllegung der Berliner Fluggesellschaft nicht mehr abzuwenden.

Laut Angaben erschwerten die bevorstehende Sommersaison und Kapazitätsengpässe bei anderen Airlines die Investorensuche. Bis zuletzt hieß es, dass es Interessenten für große Teile der Germania sowie für den Wartungsbereich geben. Doch aufgrund des engen Zeitrahmens hätten sich alle Bieter zurückgezogen. Am 31. März endet das Insolvenzgeld für die Mitarbeiter.

„Die Mitarbeiter erhalten nun in den nächsten Tagen die Kündigungen und werden zusätzlich zum Anfang April freigestellt“, hieß es in einer Mitteilung. Dann beginnt auch das eigentliche Insolvenzverfahren, denn derzeit läuft nur ein vorläufiges Verfahren. Über den genauen Eröffnungstermin entscheidet ein Gericht.

Andere Fluggesellschaften werden sich jetzt um die begehrten Slots an einzelnen Flughäfen bewerben. Schon direkt nach der Betriebseinstellung hatte Eurowings Interesse an den Start- und Landerechten am Düsseldorfer Airport angemeldet.

Germania hatte im Februar Insolvenz angemeldet. Damals gehörten rund 30 geleaste Flugzeuge und 1700 Mitarbeiter zur Airline. Jährlich wurden mehr als vier Millionen Passagiere hauptsächlich zu Zielen rund um das Mittelmeer sowie im ethnischen Verkehr befördert.

European-Aviation.net

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