Lufthansa-Gruppe schluckt LGW

Die EU-Kommission hat kurz vor Weihnachten grünes Licht für die Übernahme der Luftfahrtgesellschaft Walter mbH (LGW) gegeben.

Leitwerke von Air Berlin und Eurowings (© Lufthansa)
Leitwerke von Air Berlin und Eurowings (© Lufthansa)

Die Europäische Kommission hat am 22. Dezember 2017 grünes Licht für die Übernahme der Luftfahrtgesellschaft Walter mbH (LGW) durch die Lufthansa Group gegeben. Zuvor hatte die Wettbewerbsbehörde den Erwerb im Rahmen der Fusionskontrolle eingehend überprüft, nachdem die Lufthansa Group am 13. Oktober 2017 einen Vertrag zur Übernahme von Teilen der insolventen Air Berlin Group geschlossen hatte. Vor der nun erfolgten Freigabe hat die Lufthansa Group weitreichende Zugeständnisse gemacht.

Alle Mitarbeiter der LGW werden übernommen

Mit der Übernahme der LGW werden 33 Flugzeuge zukünftig fest zur Eurowings-Gruppe gehören, davon 20 Dash 8 Q400 und 13 Flugzeuge der Airbus A320-Familie. Alle Mitarbeiter der LGW kommen mit ihren bestehenden Arbeitsverträgen zur Eurowings. Mit zusätzlichen Neueinstellungen soll die Zahl der Mitarbeiter im LGW-Flugbetrieb 2018 auf bis zu 870 wachsen. „Die Freigabe für den Kauf der LGW ist ein gutes Signal. Ich freue mich besonders, dass wir unseren neuen Mitarbeitern eine Perspektive in der am schnellsten wachsenden Airline in Europa bieten können“, sagt Thorsten Dirks, Vorstandsmitglied der Deutschen Lufthansa AG und dort für das Ressort „Eurowings und Aviation Services“ verantwortlich.

Die Transaktion zur Übernahme der LGW kann im Januar 2018 vollzogen werden.

In den vergangenen Wochen hat Eurowings bereits mehr als 500 Mitarbeiter eingestellt, darunter zahlreiche Piloten und Flugbegleiter. Unterzeichnete Wachstumstarifverträge mit allen Gewerkschaften sorgen inzwischen dafür, dass ausnahmslos alle Flugbetriebe der Eurowings kurzfristig wachsen können. Dirks: „Wir haben die Rückendeckung unserer Tarifpartner, wir sind ein attraktiver Arbeitgeber, wir haben und bekommen noch mehr Top-Mitarbeiter – mit diesen Voraussetzungen wird Eurowings auch in 2018 Wachstumstreiber sein.“

LGW jetzt auch mit A320 unterwegs

Die Dortmunder LGW ist seit Anfang November für Eurowings im Wetlease unterwegs. Das bedeutet, dass Eurowings 17 LGW-Flugzeuge mitsamt Crews angemietet hat und auf ihren Strecken einsetzt. Hierfür wurden bislang ausschließlich die zweimotorigen Propellerflugzeuge DHC8-Q400, kurz ‚Dash‘, genutzt, die fast alle für ihren Eurowings-Einsatz bereits umlackiert worden sind.

Aber hinter den Kulissen haben es etliche LGW´ler in den vergangenen Wochen und Monaten geschafft, ihren Flugbetrieb auch für Jets der A320-Familie fit zu machen. Die LGW wird es nicht bei einem Airbus belassen. Das Unternehmen plant in naher Zukunft, zwölf weitere A320-Flugzeuge in ihrem Flugbetrieb einzusetzen. Diese A320 werden ebenfalls im Wetlease für Eurowings abheben und jeweils mehr als doppelt so viele Passagiere wie die Dash beherbergen. Knitter: „Da die Gespräche mit der VC bei der Eurowings beendet sind, ist der Aufbau der A320-Operations bei LGW umso wichtiger.“

Lufthansa

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