Größter Airbus A350 besteht Jungfernflug

Der Airbus A350-1000 hob am Flughafen Blagnac im französischen Toulouse zum Erstflug ab.

Erstflug des Airbus A350-1000 (© Airbus)
Erstflug des Airbus A350-1000 (© Airbus)

Das erste der drei A350-1000-Testflugzeuge – mit der Seriennummer MSN059 – ist nach einem erfolgreichen Erstflug von vier Stunden und 18 Minuten Dauer um 15.00 Uhr Ortszeit auf dem Flughafen Toulouse-Blagnac gelandet.

 Zur Besatzung im Cockpit dieses Flugzeugs gehörten: Hugues van der Stichel, Experimental Test Pilot, Frank Chapman, Experimental Test Pilot und Gérard Maisonneuve, Testflugingenieur. Außerdem wurden sämtliche Testparameter an der Station für Flugtestinstrumentierung (Flight-Test-Instrumentation; FTI) hinter dem Cockpit überwacht von: Patrick du Ché, Head of Flight & Integration Tests, Emanuele Costanzo, Head of A350 Development Flight Tests, und Stéphane Vaux, Flugversuchsingenieur.

 Die mit den neuen Rolls-Royce Trent XWB-97-Triebwerken ausgestattete A350-1000 führte einen Flug über Südwestfrankreich durch, bei dem die Besatzung das Verhalten in verschiedenen Geschwindigkeits- und Höhenbereichen analysierte. Dabei wurde der Airbus von einem Beobachtungsflugzeug begleitet, welches die verschiedenen Manöver verfolgte und filmte. Außerdem überwachten Experten am Boden über eine Telemetrieverbindung zahlreiche Messwerte in Echtzeit.

 „Wir haben heute die A350-1000 zum ersten Mal im Einsatz gesehen. Dieses modernste und effizienteste Passierflugzeug der Welt wird demnächst die erfolgreiche A350-Familie ergänzen. Meine Glückwünsche und mein Dank gehen an alle Teams, die dazu beigetragen haben, dass der heutige Flug stattfinden konnte“, sagte Fabrice Brégier, President und CEO von Airbus. „Wir freuen uns auch, dass viele Kunden heute zusammen mit uns diesen wichtigen Meilenstein hier an unserem Hauptsitz in Toulouse mitverfolgt haben.“

Dank der Erfahrung aus der 2014 durchgeführten A350-900-Flugerprobung wird das Programm der A350-1000 kürzer sein – unter einem Jahr für die drei Flugzeuge. Zu den Aufgaben von MSN059 gehört die Analyse der grundlegenden Flugeigenschaften

(so genannte Flight Envelope) sowie die Feinabstimmung der Flugsteuerung und die Prüfung zahlreicher Systeme. Das zweite Testflugzeug MSN071 wird ein vergleichbares Programm absolvieren, auf dem Plan stehen ebenso Flüge zur Validierung von Leistungsdaten

(so genannte Performance). Das dritte und letzte Testflugzeug MSN065 wird mit einer Kabine ausgestattet sein, um die entsprechenden Systeme wie zum Beispiel Klimaanlage zu erproben. Mit MSN065 werden außerdem erste Langstreckenflüge und die Streckenerprobung durchgeführt. Das gesamte Programm endet mit der Musterzulassung. Dann soll die Indienststellung im zweiten Halbjahr 2017 bei Qatar Airways folgen – mit 37 bestellten Flugzeugen zurzeit der größte A350-1000-Kunde.

Zusammen mit der A330neo ist die A350-1000 das neueste Mitglied der marktführenden Widebody-Familie von Airbus. Sie bietet eine einmalige Betriebseffizienz, einen niedrigen Geräuschpegel und echte Langstreckenkapazität. Neben einem längeren Rumpf, der

40 Sitzplätze mehr bietet als die A350-900, zeichnet sich die A350-1000 auch durch eine  geänderte Tragflächenhinterkante, ein neues Hauptfahrwerk mit sechs Rädern und leistungsfähigere Rolls-Royce Trent XWB-97-Triebwerke aus. Die A350-1000 bietet die volle Treibstoffeffizienz sowie den ‘Airspace’-Kabinenkomfort der A350-900 – jedoch mit zusätzlicher Kapazität, welche perfekt auf die verkehrsreichsten Langstreckenrouten der Airlines zugeschnitten ist. Bis heute liegen insgesamt 195 A350-1000-Bestellungen von 11 Kunden aus fünf Kontinenten vor.

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