flybmi ist pleite

Wegen Unsicherheiten für die Zeit nach dem Brexit und gestiegener Kerosinpreise stellte die Regionalairline den Flugbetrieb ein.

bmi regional Embraer 135
bmi regional Embraer 135 (© O. Pritzkow)

British Midland Regional Ltd, die am Markt als flybmi auftritt, hat am 16. Februar 2019 Insolvenz angemeldet. Als Grund gab das Unternehmen u.a. die Unsicherheiten rund um den Brexit und gestiegene Kerosinkosten an. Die Entscheidung sei „mit schwerem Herzen“ getroffen worden, hieß es am Sonnabendabend auf der Website der flybmi. Durch das plötzliche Aus sind hunderte Passagiere gestrandet.

Alle Flüge wurden mit sofortiger Wirkung eingestellt. Bmi betrieb 17 Regionaljets (3 ERJ-135, 14 ERJ-145) und verband 23 europäische Städte: Aberdeen, Bristol, Brno, City of Derry, Düsseldorf, East Midlands, Esbjerg, Frankfurt, Hamburg, Jonkoping, Karlstad, London Stansted, Lublin, Mailand-Bergamo, München, Newcastle, Norrkoping, Nürnberg, Oslo, Paris CDG, Rostock, Saarbrücken und Stavanger. Im vergangenen Jahr beförderte die Airline rund 522.000 Passagiere auf 29.000 Flügen. Mit Lufthansa, Brussels Airlines, Turkish Airlines, Loganair, Air France und Air Dolomiti bestanden Codeshare-Abkommen. Angestellt waren 376 Mitarbeiter in Großbritanien, Schweden, Deutschland und Belgien.

Brexit führt zu Unsicherheiten

Neben allgemeinen Schwierigkeiten in der Luftfahrtbranche, führte flybmi vor allem Unsicherheiten wegen des drohenden Brexits Ende März als Insolvenzgrund an. Dazu gehören höhere Kerosinpreise durch den Ausschluss britischer Airlines vom EU-Emissionshandel. Zudem sei es der Airline nicht gelungen, wichtige Verträge für die Zeit nach dem Brexit zu sichern.

Auch Rostock jetzt im Abseits

Neben den Angestellten sind auch einige Airports von der Betriebseinstellung hart getroffen. In Deutschland ist dies vor allem der Flughafen Rostock-Laage: er steht jetzt völlig ohne Linienflugverbindungen da. Flybmi steuerte den Hanse-Airport ab München an. Erst vor wenigen Wochen hatte Germania den Flugbetrieb eingestellt; sie sorgte für fast 70% des Passagieraufkommens im letzten Jahr. Für Dienstag (18.2.) wurde eine Krisensitzung in Rostock angesetzt.

European-Aviation.net

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