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Betriebsaus: InterSky ist pleite - European-Aviation.net

Betriebsaus: InterSky ist pleite

Home-Carrier InterSky am Bodensee Airport Friedrichshafen (© FDH)
Home-Carrier InterSky am Bodensee Airport Friedrichshafen (© FDH)

Es hatte sich in den letzten Tagen abgezeichnet, nun ist es soweit: Die österreichische InterSky hat am Donnerstagabend den Flugbetrieb eingestellt und den Ticketverkauf gestoppt. Am kommenden Montag (9.11.) werde der Insolvenzantrag eingereicht, informierte die Fluggesellschaft. Über eine mögliche Weiterführung des Flugbetriebs werde der Insolvenzverwalter dann entscheiden.

Mit nur noch einem Flugzeug wird dies wohl schwierig, denn vier von insgesamt fünf Flugzeugen der ab Friedrichshafen operierenden Regionalairline wurden von den Leasinggebern umgehend nach Maastricht zur Sicherstellung ausgeflogen. Dabei handelte es sich um die zwei ATR72-600 sowie zwei Bombardier Dash-8Q-300. Eine dritte Q300 ist im Besitz des einstigen Gründers Horst Seewald. Hier gab es bereits vor einiger Zeit Gerüchte, dass Seewald mit seiner Dash-8 Dienste für People’s Viennaline ab Altenrhein fliegen könnte.

Bis zu letzt hatte der jetzige Eigner INTRO mit einem Investor aus Weimar verhandelt. Doch am Ende scheiterte es am notwendigen Kapital, dass eingebracht werden müsste, um den Flugbetrieb der angeschlagenen Airline zu stabilisieren.

InterSky ATR72-600 (© O. Pritzkow)
InterSky ATR72-600 (© O. Pritzkow)

Eigentlich sollte InterSky längst verkauft sein. Im September hieß es, die Verhandlungen ständen kurz vor dem Abschluss. Doch im Oktober setzten die Aufsichtsbehörde eine Deadline: Bis zum 3. November sollte InterSky nachweisen, dass sie ausreichende Finanzmittel für einen sicheren Flugbetrieb in den kommenden 12 Monaten hat. Andernfalls droht Stilllegung.

Die kleine Regionalairline sah sich vor allem von der Lufthansa-Gruppe sowie von der schweizerischen Darwin Airline, die als Etihad Regional operiert, in ihren Nischenmärkten bedroht. Auch die Leasingraten für die beiden vor zwei Jahren angeschafften ATR72-600 belasteten die Kasse stark.Da sich die Props zudem als zu groß für die eigenen Linienverbindungen erwiesen, wurden sie zumeist im Charterverkehr eingesetzt. Geplante Vermietungen nach Afrika kamen nicht zustande.

Das Aus für Intersky hat nun auch erhebliche Auswirkungen auf die Flughäfen Friedrichshafen und Memmingen, denen dann ein Großteil der Flugbewegungen fehlt. Memmingen hat nun auch keine innderdeutsche Verbindung mehr.

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