Alarmstimmung bei Lauda

Angesichts anhaltender Verluste schrillen bei Laudamotion die Alarmglocken. Wie lange schaut die Mutter Ryanair noch zu?

Lauda Airbus A320

Die österreichische Ryanair-Tochter Lauda fliegt trotz steigender Passagierzahlen pro Woche 2 Mio. Euro Verlust ein. Anfangsverluste in der Gründungsphase sind zwar normal – so rechnete Ryanair mit 100 Mio. Verlust im ersten Geschäftsjahr (am Ende waren es knapp -140 Mio.). Doch für das zweite Jahr (2019/20) prognostizierte man -50 bis 0 Mio. Euro Verlust. Diese Werte musste man im Herbst jedoch kassieren und rechnete eher mit einem Minus zwischen 75 und 70 Mio. Euro. Doch nun kristallisierte sich heraus, dass Lauda eher bei minus 90 Mio. Euro landet. Dies teilte Lauda-Chef Andreas Gruber der Belegschaft kürzlich mit.

Preisdruck

Der Unternehmenschef macht vor allem den harten Preiskampf mit der Lufthansa-Gruppe, namentlich Austrian Airlines und Eurowings) für das schlechte Abschneiden verantwortlich. Daher kommen nun alle Ausgaben auf den Prüfstand. Einsparungen will man vor allem bei den Mitarbeitern erzielen. So wurde der beschlossene Tarifvertrag für Neueinstellungen zum 1. Januar 2020 außer Kraft gesetzt. Die geplante Lohnerhöhung zum 1. April können sich die Angestellten abschminken. Weitere Maßnahmen sollen folgen. Alles was nicht für einen sicheren und pünktlichen Betrieb benötigt werde, soll reduziert oder gänzlich eliminiert werden, sagte Gruber. Noch stehe Ryanair für die Verluste gerade, „aber ewig kann das so nicht weitergehen“, so Gruber weiter.

Flotte soll wachsen

Am Ausbau der Flotte auf 38 Einheiten will man aber festhalten. Dafür werden 300 Piloten und Flugbegleiter eingestellt. Zudem sollen die Niederlassungen in Wien, Palma und Zadar erweitert werden. Die Basen in Stuttgart und Düsseldorf will man trotz der harten Konkurrenz vor Ort halten.

European-Aviation.net

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