Air Baltic: Deutscher Investor macht Einstieg klar

airBaltic Boeing 737
airBaltic Boeing 737 (© airBaltic)

Die lettische Regierung und der deutsche Investor Ralf-Dieter Montag-Girmes haben einen Vertrag über 132 Millionen Euro unterschrieben, die in die lettische Airline Air Baltic investiert werden. Die finanzielle Unterstützung soll der Modernisierung der Flotte sowie dem Business Plan Horizon 2021 zugutekommen, teilte die Airline mit.

„Air Baltic ist eine bemerkenswerte Airline in einer besonderen Marktnische. Riga ist das Haupt-Drehkreuz in den baltischen Staaten, auch Tallinn und Vilnius verfügen über beste Zukunftschancen“, erklärt Investor Ralf-Dieter Montag-Girmes. „Das neue Eigenkapital wird für Investitionen in neue Flugzeuge genutzt. Hohe Leasing-Kosten entfallen damit, zudem erhöht sich der Komfort für Passagiere,“ ergänzt Kaspars Ozoliņš, Staatssekretär im Ministerium für Verkehr.

Im November 2015 stimmte das lettische Ministerium Plänen zu, wonach Anteile von Air Baltic in Höhe von 52 Millionen Euro an den deutschen Investor Ralf-Dieter Montag-Girmes zu verkaufen und selbst weitere 80 Millionen Euro in die Airline zu investieren sind. Das Abkommen sieht vor, dass sich Montag-Girmes mit 20 Prozent an Air Baltic beteiligt. Der übrige Anteil von 80 Prozent gehört der lettischen Regierung.

Die Investitionen und die Erhöhung des Eigenkapitals von Air Baltic wurden vom lettischen Parlament am 3. Dezember 2015 beschlossen. Das Parlament stimmte dem Abkommen unter der Bedingung zu, dass es Air Baltic sowie deren Tochtergesellschaften untersagt ist, Material der Rüstungsindustrie oder daran angegliederten Unternehmen zu kaufen, vermieten oder anderweitig zu nutzen – gemäß den Auflagen der Europäischen Union oder der internationalen Gemeinschaft, die von Lettland ratifiziert wurden.

Air Baltic, European-Aviation.net

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