ACS gründet Abteilung für Krisen-Evakuierungen

Stephen Huddlestone (© ACS)
Stephen Huddlestone (© ACS)

Air Charter Service (ACS), einer der weltweit führenden Anbieter für Passagier- und Frachtcharterflüge, gründet eine eigene Abteilung speziell für die Planung potentieller Evakuierungsflüge aus Krisengebieten. Damit reagiert das Unternehmen auf die steigende Zahl weltweiter Krisenherde und die erhöhte Nachfrage nach Charterflug-Lösungen im Falle politischer Unruhen oder Naturkatastrophen. Die Leitung der Abteilung „Air Evacuation Plan (AEP)“ übernimmt Stephen Huddlestone.

„Viele unserer Kunden etwa aus dem Bereich der Öl- und Gasindustrie beschäftigen Mitarbeiter in potentiell gefährlichen Regionen“, sagt Huddlestone.

Um die Umsetzung von Evakuierungsflügen im Ernstfall ohne Zeitverluste durch die Beschaffung von Informationen zu verlieren, die schon im Vorfeld erhoben werden können, bietet ACS ab sofort kundenspezifische Evakuierungspläne an. Hierbei trifft ACS umfangreiche Vorkehrungen auf Grundlage realistischer Krisenszenarien und arbeitet mögliche Evakuierungsrouten und Alternativlösungen aus.

„Wir bieten ein permanentes Monitoring des Chartermarktes für gefährdete Regionen. Dazu gehören die Identifikation der wichtigsten Betreiber von Fluggeräten in der Region sowie nahe gelegener und alternativer Flughäfen, weil Airports im Krisenfall nicht selten geschlossen werden oder nur eingeschränkt nutzbar sind. Auch die Verfügbarkeit von Maschinen an relevanten Standorten wird kontinuierlich eruiert“, so Charterexperte Huddlestone weiter. Im Vorfeld werden sämtliche Eventualitäten weitest möglich berücksichtigt und beispielsweise auch Kreditvereinbarungen geschlossen, um nicht im Ernstfall durch mögliche Komplikationen beim Zahlungsverkehr Zeit zu verlieren.

Ist die Krise eingetreten, besteht eine große Schwierigkeit darin, dass eine Vielzahl von Menschen gleichzeitig das Land verlassen will. Dies haben zuletzt auch die Erfahrungen während der Aufstände des arabischen Frühlings 2011 gezeigt, als ACS in kurzer Zeit mehr als 15.000 Menschen aus Ägypten, Tunesien und Libyen ausfliegen konnte.

Sobald internationale Firmen Tausende Mitarbeiter zeitgleich in Sicherheit bringen wollen, sind Linienverbindungen schnell überfordert. „Wenn die Unternehmen dann feststellen, dass ein Flugzeugcharter die einzige Alternative ist, sind die besten Lösungen möglichweise schon nicht mehr verfügbar, weil die Nachfrage bei Krisen enorm in die Höhe schnellt. Mit der entsprechenden Vorbereitung geht dagegen keine Zeit verloren. Unternehmen behalten die komplette Kontrolle und der ausgearbeitete Evakuierungsplan kann sofort umsetzt werden, um die Mitarbeiter in Sicherheit zu bringen“, erklärt Huddlestone.

ACS verfügt über ein weltumspannendes Netz lokaler Niederlassungen und kann auf umfangreiche Erfahrungen im Einsatz für Regierungen und Nichtregierungsorganisationen, aber auch für Großkonzerne und Einzelpersonen zurückblicken. ACS ist seit seiner Gründung im Jahr 1990 an Einsätzen beteiligt, die Menschen aus Gefahrenzonen herausfliegen und Hilfskräfte und -Lieferungen in Krisenregionen bringen.

ACS