A321neo ACF: Jetz wird es eng

Der erste Airbus A321neo ACF mit flexibler Kabinengestaltung ist fertig. Airlines können mit dem Jet bis zu 240 Passagiere interkontinental befördern.

Roll-out des A321neo ACF (© Airbus)
Roll-out des A321neo ACF (© Airbus)

Airbus hat den ersten A321neo ACF (Airbus Cabin Flex) am Werksstandort Hamburg-Finkenwerder fertiggestellt. Das mit CFM LEAP 1A angetriebene Flugzeug durchläuft jetzt eine Reihe von Tests am Boden bevor es dann zum Jungfernflug in ein paar Wochen abheben wird, teilte Airbus am 5. Januar 2018 Die erste Auslieferung an einen Kunden ist für Mitte 2018 vorgesehen.

Der A321neo ACF ist das jüngste Mitglied der A320-Familie. Durch einige Modifikationen am Rumpf, bietet der Jet mehr Möglichkeiten bei der Gestaltung der Passagierkabine, so dass hier bis zu 240 Fluggäste unterkommen. Am deutlichsten sichtbar gegenüber der Standard-A321 wird dies durch ein geändertes Heck und eine andere Anordnung der Kabinentüren. So entfiel die Tür vor dem Flügelkasten zugunsten neuer Notfalltüren über dem Flügel. Dies ermöglicht die Unterbringung zusätzlicher Sitzreihen.

Bald Standard

ACF wird aktuell von Airbus als Option angeboten. Etwa um das Jahr 2020 soll es aber Standard bei allen A321neo werden.

Basis des A321neo ACF ist die Langstreckenvariante A321LR (long range). Diese verfügt über ein erhöhtes maximales Startgewicht von 97 t. Ein dritter Treibstofftank im Rumpf erhöht die Reichweite auf bis zu 4.000 NM und ermöglicht so Interkontinentalflüge. Airbus will mit dem Jet vor allem jene Fluggesellschaften ködern, die noch immer Boeing 757-200/-300 auf Langstreckenflügen einsetzen. Der erste A321LR soll im 4. Quartal 2018 ausgeliefert werden.

Das LEAP-Triebwerk (Leading Edge Aviation Propulsion) ist die technologische Fortführung des erfolgreichen CFM56-Triebwerks unter Verwendung neuester Materialien wie Keramiken und Kohlefaser-Verbundstoffe.

European-Aviation.net mit Airbus

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